Gedankencappuchino

Wenn mal wieder alles schief geht

Kennt du das? Da ist endlich der Moment da und du denkst:“Ja, nun kann ich etwas ruhiger werden, ich darf mal anhalten, etwas genießen, etwas zufrieden und glücklich sein.“

Und BÄM, die Welt rund herum explodiert. Na ja, gefühlt zumindest.

Plötzlich sind tausend Sachen da, die erledigt werden müssen, Fehler schleichen sich ein, schlechte Nachrichten kommen, etwas geht kaputt und…und …und!

Natürlich kann jetzt jeder die Wahl treffen sich extrem schlecht zu fühlen und kraftlos zu Boden zu sinken. Jeder kann in so einer Situation schimpfen, weinen oder jammern. Ich stehe dazu, dass sowas auch mal sein muss und dass diese Gefühle völlig okay sind.

Aber versinkt nicht darin. Das nimmt alle Kraft zu denken. Es nimmt alle Energie zu handeln. Lösungen ertrinken im Selbstmitleid und Probleme können schwimmen. Die Möglichkeit zum handeln könnt ihr euch grundsätzlich nur selber geben. Es kann sein, dass ihr eine Sache nicht ändern könnt, aber ich könnt darüber entscheiden, wie ihr damit umgeht.

Es gibt immer einen Weg, zur Not trampeln wir uns eben selber einen. Ich nehme mal ein einfaches Beispiel. Ich stehe im Stau. Kann ich nicht ändern. Ich kann jetzt fluchen, schimpfen und alle anderen Autofahrer schuldig sprechen. Oder ich drehe die Musik auf, schenke mir ne Tasse Kaffee ein (ich liebe Thermoskannen) und drehe die Musik laut auf. Dann hebe ich den Blick und grinse den nächsten Autofahrer neben mir breit an. Ich persönlich schwanke in der Regel zwischen den beiden Möglichkeiten hin und her. Die Zweite ist definitiv lustiger.

Meiner Erfahrung nach (gerade mal wieder sehr deutlich gemacht) ist es sinnvoll sich den Haufen der Probleme anzuschauen. Dann raus finden ob man was ändern kann. Wenn ja – machen. Wenn nicht, schauen wie man damit umgehen will. Fertig, nächstes. Es kann übrigens ernsthaft helfen Gefühle anzusprechen (die anderen können irgendwie nie hellsehen, blöd, ist aber so). Um Hilfe zu bitten ist so eine Sache, die ganz seltsame Lösungen mit sich bringt. Manchmal ist das Problem schon dann einfach weg, manchmal sehen die anderen einen Weg. Da können Sachen passieren…ich schwöre euch, das kotzende Pferd vor der Apotheke gibt es.

Wenn ich mich umschaue, dann sehe ich, dass ich mit diesem ganzen „Das Karma hat es auf mich abgesehen“ Ding nicht alleine dastehe. Wenn ich richtig hinschaue dann muss ich zugeben, dass es allen so geht. Wie gemein, wo ich doch das alles so tapfer ertrage. Da hätte ich es doch verdient, dass alle sehen was ich für eine Heldin bin.

Entschuldigt meinen ironischen Ton. Versprochen, 99 % davon gehen an mich , nur das kleine, winzige eine Prozent geht an euch. Damit ihr die Kraft findet hoch zu schauen, euch euren eigenen Weg zu trampeln, über die Probleme zu lachen, die ihr euch selber macht und…

…damit ihr nie vergesst, dass wir alle wichtige Helden sind, die stark genug sind das Leben im Griff zu haben.

Vier Tipps habe ich für euch (und für mich) falls eure Welt mal wieder zur steilen Rutsche wird.

  1. Trinkt einen Kaffee (das war jetzt die totale Überraschung oder?)
  2. Wenn im Kopf zu viel los ist denkt einfach an folgendes: „Weißes Pony, im blauen Raum, häkelt Socken und isst eine Pizza. (Ich schwöre euch, das vertreibt auf der Stelle alle blöden Gedanken und man muss einfach lachen. Wenn wir aber lachen…finden wir wieder eine Lösung.
  3. Manchmal lösen sich Probleme ganz von selbst.
  4. Haare färben verändert die Welt.

Ich denke an euch und danke euch allen, die diesen Blog lesen. Egal ob Kommentare oder nicht – ihr bringt mich nach vorne.

Liebe Grüße Deine Oda

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