Gedankencappuchino

Selbstverständlich – oder nicht

Also Leute, jetzt mal im Ernst. Es ist doch wohl selbstverständlich, dass alle Menschen Kaffee als leckeres Lebenselixier ansehen. NEIN? UNFASSBAR!

Immer mal wieder – und ich bilde da keine Ausnahme – gehen wir davon aus, dass Begebenheiten oder moralische Ansichten selbstverständlich sind. Was bedeuten würde, dass nicht nur ich sie befolge, sondern auch alle anderen. Da wird nicht lange gefragt, ist doch selbstverständlich oder?

Aber moralische Ansichten und persönliche Einstellungen sind eine sehr private Sache und gelten nicht für jeden. Wenn ich es also für selbstverständlich halte im Restaurant ein Trinkgeld zu geben, dann gibt es mit Sicherheit sehr viele andere Leute, die das nicht für nötig halten. Was nun richtig oder falsch ist – ist relativ und bei vielen Dingen Ansichtssache.

Aber wann werden nicht eingehaltene Selbstverständlichkeiten zum Problem? Zum Beispiel wenn wir vergessen, dass die anderen sich nicht an MEINE Selbstverständlichkeiten halten müssen. Es wäre toll und würde viel Stress verhindern – aber niemand ist dazu verpflichtet.

Ich nehme mal folgendes Beispiel. Während einer ernsten Unterhaltung ist es für mich selbstverständlich mein Handy zu ignorieren. Für andere Menschen ist das aber nicht so und zwar aus vielen Gründen. Wenn mich der Umstand, dass ein Handy mehr Aufmerksamkeit bekommt als die Unterhaltung mit mir – dann muss ich mich dazu äußern. Ich bin in der Verantwortung mitzuteilen, dass es mir wichtig ist und mich vielleicht sogar verletzt, wenn mein Gegenüber lieber Nachrichten beantwortet als mir zuzuhören. Wenn ich mich aber nur still darüber ärgere, dass mein Gegenüber eine meiner Selbstverständlichkeiten ignoriert. dann kommen Ärger und Misstimmung auf.

Womit mal wieder deutlich wird, dass Kommunikation einfach wichtig ist.

Es kann aber auch durchaus vorkommen, dass mein Gegenüber meine Selbstverständlichkeit für albern und nutzlos hält und sein Verhalten nicht ändert. Dann kann ich mich nicht damit aufhalten mich immer und immer wieder zu erklären. Dann muss ich mich entscheiden, wie ich mit der Situation umgehen will. Entweder komme ich damit klar, oder ich ziehe meine persönlichen Konsequenzen. Wie immer die dann aussehen. Manchmal geht es auch ohne Wut, Ärger, Frust und Abwertung.

Also frag dich ruhig mal, ob das was für dich selbstverständlich ist auch für die anderen gelten muss oder ob sich die ein oder andere Erklärung lohnt.

Allzeit guten Kaffee und – ich mag auch gerne Teetrinker.

Liebe Grüße Eure Oda

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