Gedankencappuchino

Wartezeit ist Meine Zeit

Ich behaupte mal, fast jeder hasst es, zu warten.
Jemand anders bestimmt über meine Zeit und zwingt mich zu etwas, das ich nicht will. Warten ist eine Verschwendung, weil ich andere Dinge stattdessen tun könnte. Ein anderer hat macht über mich, wenn er/sie mich warten lässt.
Na? Grummelt der Bauch schon wütend? Ist da ein bekanntes Gefühl von Genervtheit?
Beim Arzt in der Warteschlange, am Telefon in der Hotline, an der Supermarktschlange – überall ist warten angesagt. Tja, ganz ehrlich, ab und an bleibt uns nichts anderes übrig. Aber es gibt Hoffnung für die Wartegegner.
Es gibt einige Artikel, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Die könnt ihr euch natürlich anschauen, wenn ihr Lust habt. Da ist einmal ein „Kann man warten, ohne zu wissen warum/ZeitOnline“ und „Warum wir das Warten nicht verlernen dürfen/welt.de“ 

Es gibt sogar ein Theaterstück, dass sich mit diesen Thema beschäftigt. Habt ihr alle bestimmt schon mal von gehört. „Warten auf Godot“.

Aber nun Schluss mit sich ärgern oder jammern. DAS verschwendet wirklich wertvolle Zeit. Ran an die Gehacktesbällchen und schauen, was ich so mache, wenn ich warten DARF. Beim Arzt habe ich immer ein Buch oder mein Häkelzeug dabei. Ich werde nie vergessen, wie mein Arzt geschaut hat, als er mich aufgerufen hat und ich jemand anders vorgelassen habe, damit ich das Kapitel noch zu Ende lesen kann. Eine lange Schlange an der Kasse? PERFEKT für kleine Entspannungsübungen. Wenn ihr dazu mehr wissen wollt, kommt bald der Artikel zu diesem Thema. Pausenmusik am Telefon? Klasse! Ich habe Zeit ein wenig zu zentangeln.

Warten, dass die Pizza endlich fertig ist oder kommt? Sahne, dann kann ich mich ja eben bei meinen Freunden melden und ihnen liebe Grüße schicken.
Na? Besseres Gefühl im Bauch? Wolken anschauen und darin Dinge sehen, Menschen anlächeln, Gespräche belauschen und dabei merken wie gut es mir gerade geht, Einkaufszettel machen, Ideen notieren, ein Lied summen, ein tolles Foto schießen. Ach, nur gut, dass es Wartezeiten gibt. Habt ihr auch ein paar Ideen, wie warten zu etwas Tollem wird? Dann schreibt mir bitte, denn ich lasse mich so gerne inspirieren.
Übrigens, es gibt ein paar Dinge, da bringt warten einfach nichts. Auf den Richtigen warten. Dass etwas Aufregendes passiert. Dass andere meine Entscheidungen treffen. Dass andere von Selbst merken, was ich blöd finde. Dass jemand meine Wohnung aufräumt. Dass der Lernstoff von alleine in meinen Kopf krabbelt. Dass mein Partner durch hellsehen erkennt, was ich will.
An solchen Punkten hilft nur aufstehen, anfangen, aktiv sein, denken, reden, handeln.
Also viel Spaß mit zukünftigen lebendigen Wartezeiten und lasst euch niemals in eine Schublade packen, die sind zu eng.

7 Kommentare

  • Aki

    Ich habe einmal den größten Fehler begangen:

    Hab die Nacht durchgemacht, da meine Rückenschmerzen mit nicht haben schlafen lassen und bin dann morgens direkt zum Arzt… Echt ’ne blöde Idee… Ich bin im Wartezimmer eingeschlafen, mit meinem aufgeschlagenen Buch auf dem Schoß.
    Und richtig die Rückenschmerzen waren dann noch schlimmer, als die Arzthelferin mich weckte und sagte, dass ich dran bin. -.-

    • oda

      Autsch, das klingt wirklich nicht gut. Vielleicht wäre das nochmal einen Artikel wert…wie kann ich mich wach halten. Liebe Grüße Oda

  • Sarah Leyladesch

    Der Witz ist ja, dass ich mir jedes Mal ein Buch mit zum Arzt nehme, damit mir nicht langweilig wird. Und wenn ich dann da sitze? Nix da. Dann nehm ich mir einmal mein Handy in die Hand, um was nachzugucken und bleib sonst wo hängen. Gut, im weitesten Sinne lese ich dann auch – nur nicht das, was ich eigentlich wollte. xD (Hochwichtige Artikel zu Videospielen, Klatsch und Tratsch aus der Promiwelt (würden die meisten Leute überhaupt nicht drauf kommen, dass ich mir so einen Mist durchlese xD) und was-weiß-ich noch alles.)

    • Sarah Leyladesch

      Hier! Ich hab noch was!

      Bei der Arbeit. Übergabe. You know, what you mean *Sonnenbrille aufsetz* Ich denk dann oft drüber nach, was ich essen will 😀

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