Gedankencappuchino

Wenn das Leben planbar ist

Ganz aktuell erlebe ich gerade wie wohltuend es sein kann, wenn ich klare und feste Tagesstrukturen habe. Genügend Schlaf, gleichbleibende Schlafzeiten (8 Stunden in der Nacht), regelmäßige Essenszeiten. Klare Arbeitszeiten.

Auch wenn im Moment alles viel weniger und langsamer laufen muss, da auch ich durch Corona eingeschränkt bin, ist es deutlich zu spüren. Ich kann, durch die festen äußeren Begebenheiten, besser für mich sorgen und werde das hoffentlich aus beibehalten, wenn das Leben wieder schneller und hektischer verlaufen muss.

Genauso habe ich aber auch keine Ausreden mehr, warum manche Dinge nicht durchführbar sind. Jetzt, ist viel mehr möglich, zumindest wenn ich sinnvoll plane. Und da geht es dann auch los. Die wichtigste Frage, die ich mir in den letzten Wochen gestellt habe ist: „Was will ich WIRCKLICH?“

Regelmäßig Sport? Regelmäßig Essen, ausreichend Schlaf? Lesen, basteln oder Musik machen? Blog schreiben oder Pen & Paper spielen? Es geht alles, nur nicht ständig und immer. Dafür muss ich Prioritäten setzen.

Prioritäten führen dann dazu, dass ich manche Dinge regelmäßig NICHT mache, obwohl ich sie geplant hatte. Wenn ich also merke, dass etwas, obwohl ich es machen WOLLTE, nie als Priorität dran kommt, lasse ich es und schreibe es wieder unter die Rubrik Demnächst. Vielleicht ist JETZT nicht die richtige Zeit dafür.

Morgens habe ich nun einen festen Ablauf. Wenn der Wecker klingelt, setze ich mich auf die Bettkante und trinke erstmal einen oder zwei große Schlucke Wasser. So werde ich besser wach und mein Körper kann anfangen zu funktionieren. Dann schlurfe ich in die Küche und mache die Kaffeemaschine an. Dann duschen und anziehen und danach wieder in die Küche. Brot und Kaffeebecher für die Arbeit fertig machen. Einen Latte Macchiato zum sofort trinken und eine Kleinigkeit essen. Dann muss ich meistens auch schon los zur Arbeit. Im Moment werde ich richtig gut wach obwohl es für mich recht früh ist.

Abends habe ich im Moment etwas eingerichtet, was fast schon ein Ritual für mich ist. Es heißt „Meine Ruhezeit“. Eine Stunde bevor ich schlafen sollte, mache ich Fernsehen, YouTube oder ähnliche Dinge aus. Es geht dann eine Stunde lang ganz um mich. Ganz bewusst und in Ruhe. Ich bereite meinen Kaffee für den nächsten Tag vor, lese, meditiere oder werfe nochmal einen Blick in meinen Kalender. Manchmal schreibe ich Ideen oder Gedanken in mein Allesbuch, damit mein Kopf ebenfalls zur Ruhe kommen kann. Andere Menschen und ihre Bedürfnisse haben hier keinen Zutritt (außer es geht um meine Familie).

Oft mache ich das, wenn ich mich schon in mein Bett gekuschelt habe. So fahre ich meinen Körper langsam herunter und mache mir bewusst, dass ich dann bald schlafen will. Zudem liebe ich mein Schlafzimmer und verbringe dadurch dort auch etwas mehr wache Zeit.

Am Wochenende versuche ich, dass entweder Samstag oder Sonntag nur für mich reserviert ist. Da faulenze ich oder mache Ausflüge (wenn man das wieder richtig darf). Das klappt noch nicht so ganz, aber ich arbeite daran. Putzen ist dann verboten, ebenso wie Blog schreiben oder kreative Projekte für die Arbeit suchen.

Es war für mich extrem hilfreich, klar zu überlegen, was machbar ist in der verfügbaren Zeit und was meine Prioritäten sind. Dadurch habe ich aufgehört immer alles schaffen zu wollen und enttäuscht zu sein wenn es nicht klappt. Ich plane jetzt alles immer mal wieder ein und schon kommt alles mal dran, wenn die entsprechende Zeit dafür ist.

Diese Einstellung entspannt mich im Moment sehr. Wobei ich zugeben muss, dass „Wohnung putzen“ immer noch als lästig und blöd ansehe. Das mache ich nach wie vor immer mit dem Belohnungssystem. Eine Sache fertig – ein Kaffee. Ist irgendwie auch ein Ritual oder?

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß bei euer Lebensplanung und immer viele Kaffeebohnen.

Liebe Grüße Eure Oda

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